Malaga will Beschwerde einlegen

Das Ausscheiden im Viertelfinale der Champions League gegen Borussia Dortmund will der FC Malaga nicht einfach so hinnehmen. Die Spanier beschwerten sich nach dem Spiel vehement über das Schiedsrichtergespann. Jetzt wollen sie noch einen Schritt weiter gehen und offiziell Protest bei der UEFA einlegen. Die Gefahr, dass die Partie nicht gewertet wird, oder wiederholt werden muss, besteht für den BVB offenbar nicht.

Wegen zwei Gegentreffern in der Nachspielzeit hatte der FC Malaga in Dortmund in den letzten Sekunden noch mit 2:3 verloren und den Einzug ins Halbfinale der Königsklasse verpasst. Während die Borussen feierten und sich in den Armen lagen, als hätten sie bereits das Finale gewonnen, regte sich Malaga über die Schiedsrichter auf. Vor allem Trainer Manuel Pellegrini bemängelte den Siegtreffer, der wegen Abseits nicht gegeben werden hätte dürfen. „Unter solchen Bedingungen wird alles sehr schwierig.“

Der Klubeigentümer des andalusischen Vereins Abdullah Bin Nasser Al-Thani ging sogar noch einen Schritt weiter und forderte auf Twitter eine „Untersuchung der UEFA“. Wie die „Marca“ jetzt berichtete, will sich der Verein tatsächlich zur Wehr setzen. „Der Verein wird der UEFA eine offizielle Beschwerde über die Schiedsgerichtsbarkeit einreichen“, zitierten aktuelle Sportnachrichten Malagas Geschäftsführer Vicente Casado. Der Klub von der Costa del Sol liegt schon länger im Clinch mit dem europäischen Fußballverband, weil die UEFA die Spanier im Rahmen des Financial Fairplay, für die nächste Saison aus dem internationalen Wettbewerb ausgeschlossen hat.

Dass Dortmund mit Konsequenzen, wie einem Wiederholungsspiel zu rechnen hat, ist jedoch unwahrscheinlich. Vor allem, weil auch die zwischenzeitliche 2:1-Führung von Malaga wegen einer Abseitssituation nicht hätte zählen dürfen. „Ich habe die Verantwortlichen von Malaga als sehr fair erlebt. Ich halte einen Protest für ausgeschlossen“, sagte Watzke im Interview mit dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD: „Wir sind verdient weitergekommen. Auch, wenn es am Ende sehr glücklich war.“ Im Zweifelsfall wird sich die UEFA außerdem hinter ihre Unparteiischen stellen. Allerdings wird die Diskussion um die Notwendigkeit von technischen Hilfsmitteln, wie den Videobeweis, neu aufbranden.

Nach dem Erfolg in der Champions League, trifft Borussia Dortmund am Samstag in der Bundesliga auf Greuther Fürth. Dabei ist der Tabellenzweite bei den Bundesliga Wettnachrichten der klare Favorit auswärts beim Tabellenschlusslicht aus Franken.